Wie verbesserst du die Accessibility deiner Website?
Wie verbesserst du die Accessibility deiner Website?
Willkommen! Du möchtest die Accessibility deiner Website verbessern – und das ist die richtige Entscheidung. Accessibility bedeutet, dass Menschen mit verschiedensten Bedürfnissen deine Inhalte verstehen, navigieren und verwenden können. In der Schweiz zählt das aus rechtlichen, ethischen und wirtschaftlichen Gründen. Zunächst: Warum ist das wichtig? Kurzantwort: Inklusion, Qualität und Conversion. Barrierearme Websites bieten allen Nutzenden eine bessere Erfahrung und dir als Unternehmen mehr Reichweite.
So arbeitest du die folgenden Schritte ab: Audit, Grundlagen, Design, Code, Inhalte, Testen, Monitoring und spezielle Anforderungen für die Schweiz. Beginne mit klarem Fokus. Halte alle Abschnitte kurz, klar und handlungsorientiert. Nutze konkrete Maßnahmen und prüfe regelmäßig. Das Ergebnis ist eine Website, die inklusiv und performant ist – und in Suchmaschinen sowie bei Sprach- und KI-Assistenten gut verständlich bleibt.
Definition nach dem Web Content Accessibility Guidelines-Konsortium (W3C-WAI): Web Accessibility bedeutet, dass Websites, Werkzeuge und Technologien so entwickelt und gestaltet sind, dass Menschen mit Behinderungen sie nutzen können.
Grundlagen: Was ist Accessibility und warum zählt sie?
Accessibility = Barrierefreiheit im digitalen Raum. Die Idee ist simpel: Gestalte Inhalte und Funktionen so, dass sie von möglichst vielen Menschen genutzt werden können – auch mit Seh-, Hör-, Motor- oder kognitiven Einschränkungen.
Kurzantwort: Ohne Accessibility schließt du Menschen aus und verlierst Potenzial. Accessibility schafft Fairness, Rechtssicherheit und bessere Rankings.
Beispiele:
- Menschen mit Sehschwäche: hoher Kontrast, alternative Texte.
- Menschen mit Hörbeeinträchtigung: Untertitel, Transkripte.
- Menschen mit Feinmotorik: große Klickziele, Fokusindikatoren.
- Kognitive Einschränkungen: klare Sprache, konsistente Navigation.
Typische Barrieren im Web
- Fehlende Alt-Texte bei Bildern.
- Schlechte Kontraste und zu kleine Schrift.
- Videos ohne Untertitel oder ohne Transkript.
- Unlogische Fokusreihenfolge, kaum sichtbare Fokus-Indikatoren.
- Automatisch abspielende Inhalte, die Nutzende blockieren.
Nutzen und Zahlen (CH und international)
- Laut WHO leben weltweit rund 16% der Menschen mit einer Behinderung. Das ist ein massives Potenzial, das ohne barrierefreie Gestaltung ungenutzt bleibt.
- In der Schweiz berichtete 2022 das Bundesamt für Statistik (BFS), dass 21,3% der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren eine Behinderung angaben.
- Fast jede dritte Person in der CH hat mindestens eine chronische Krankheit, was den Bedarf an verständlichen, strukturierten und zugänglichen Inhalt erhöht.
- Eine Meta-Studie zeigt, dass durchschnittlich 53% der Desktop-Websites grundlegende WCAG-Kriterien nicht erfüllen (Nielsen Norman Group, 2021). Die CH-Landschaft zeigt ähnliche Muster.
- 93% der Nutzenden verlassen Seiten bei schlechter Performance (Google, Think with Google, 2021). Performance wirkt direkt auf die Accessibility-Erfahrung, z.B. bei Screenreadern.
- WebAIM dokumentierte, dass etwa 63% der Homepages Alternativtexte missen (WebAIM, 2024). Ohne Alt-Texte sind visuelle Inhalte für Sehbeeinträchtigte nicht verständlich.
- Accessibility-first führt zu besseren Rankings und Conversion, weil klare Struktur, semantisches HTML und klare Sprache für Suchmaschinen verständlich sind.
Wichtiger Hinweis: Die konkrete Zahl in CH kann schwanken, aber die Quintessenz bleibt: Die Anzahl der Menschen mit Bedarf ist erheblich – und wächst.
Schweiz-spezifischer Kontext
In der Schweiz gelten das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG), die BVID (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung) und EU-Nähe für E‑Commerce (EAA/EN 301 549). Der Bund und viele Kantone haben eigene Richtlinien. Für KMU und Web-Agenturen ist dies wichtig. Die Schweiz hat eine hohe Durchdringung mit digitalen Behördenkanälen (Kanton Zürich, Bern, BS, BE) und starke Verbreitung von barrierefreien E‑Government-Services. Wer dort anschlussfähig ist, profitiert dauerhaft.
Standards: Wie WCAG, ARIA und EN 301 549 helfen
Die WCAG 2.2 bietet internationale Leitlinien mit vier Prinzipien: Perceivable, Operable, Understandable, Robust. Ergänzend helfen ARIA und semantisches HTML. In der Schweiz spiegeln sich diese Standards in der EN 301 549 wider.
Kurzantwort: Halte dich an WCAG 2.2 AA für öffentliche Seiten; verlinke dein Audit und deine Ergebnisse klar.
WCAG 2.2 im Überblick
Kriteriengruppen:
- Perceivable (Wahrnehmbar): Alternativtexte, Kontraste, Untertitel.
- Operable (Bedienbar): Fokus, Tastaturbedienung, Zeitsteuerung.
- Understandable (Verständlich): einfache Sprache, Labels, Fehlermeldungen.
- Robust (Robustheit): semantisches HTML, kompatibel mit Hilfsmitteln.
Blockquote: “Accessibility improves the user experience for everyone, not just people with disabilities.” – W3C-WAI
ARIA richtig einsetzen
ARIA ergänzt HTML, ersetzt es aber nicht:
- Nutze native Elemente bevorzugt: `
- ARIA nur, wenn nötig: `role`, `aria-label`, `aria-describedby`.
- Teste mit Screenreadern, vermeide Doppelinformationen.
WCAG 2.2 vs. 2.1: Was ist neu?
WCAG 2.2 bringt klarere Anforderungen für:
- Hilfefunktionen: Fokuszustände, sichtbare Fokusindikatoren.
- Grössen von interaktiven Elementen: Klickziele genügend groß.
- Kognitive Unterstützung: konsistente Navigation, Fehlerhilfen.
Zustandsaufnahme: Accessibility-Audit und Handlungsplan
Ein strukturiertes Audit zeigt dir, wo du stehst. Baue daraus einen klaren Roadmap auf.
Kurzantwort: Beginne mit Manuell + Automatisiert, prüfe nach WCAG 2.2 AA.
Vorlagen-Checkliste (WCAG 2.2 AA)
1) Wahrnehmbar
- Alt-Texte bei Bildern, Grafiken, Icons.
- Untertitel/Transkripte bei Video/Audio.
- Kontraste: min. 4.5:1 normal, 3:1 bei großen Schriften.
- Lesbare Schriftgröße und skalierbares Layout.
- Vollständige Tastaturnavigation (Tab-Reihenfolge logisch).
- Sichtbare Fokusindikatoren, Skip-Links.
- Kein Auto-Play ohne Stopp-Möglichkeit.
- Klare Sprache, kurze Sätze, verständliche Labels.
- Fehlertexte helfen beim Korrigieren.
- Konsistente Navigation und Breadcrumbs.
- Semantisches HTML, korrekte Überschriftenstruktur.
- Validierte, konsistente Code-Ausgabe.
- Kompatibilität mit modernen Hilfsmitteln.
Audit-Tools, die dir helfen
Automatisch:
- axe DevTools, Lighthouse.
- Pa11y, Wave.
- Tenon, Deque.
- NVDA (Windows), JAWS, VoiceOver (macOS/iOS).
- Tastaturtests: Tab, Enter, Escape, Pfeiltasten.
Prioritäten-Matrix (Impact × Aufwand)
Niedriger Aufwand / Hoher Impact:
- Alt-Texte pflegen.
- Fokusindikatoren sichtbar machen.
- Labels korrekt setzen.
- Video/Audio mit Untertiteln/Transkripten.
- Karten und Diagramme barrierefrei beschreiben.
- Visuelle Effekte aufwändig umgestalten.
- Kleine Micro-Animationen optimieren.
Beispiel: Audit-Ergebnis und Sofortmaßnahmen
1. Fehlende Alt-Texte: 120 Bilder. Maßnahme: Alt-Texte mit relevanten Beschreibungen.
2. Kontrastwarnungen: 18 Elemente. Maßnahme: Farbpalette anpassen, Buttons mit mehr Kontrast.
3. Fokusindikator: zu hell. Maßnahme: CSS für sichtbaren Fokus definieren.
4. Video ohne Untertitel: 4 Produktvideos. Maßnahme: Auto-Transkript + manuelles Korrekturlesen.
5. Unklare Fehlermeldung im Checkout. Maßnahme: Klarere Sprache und Eingabehilfen.
Interne Verlinkung
- Barrierefreie Webseiten – praktische Checklisten und Beispiele: https://www.website-optimieren.ch/barrierefreie-webseiten
- WCAG Guidelines – kompakte Übersicht für Teams: https://www.website-optimieren.ch/wcag-guidelines
- WCAG 2.2 – Wichtige Funktionen – Details zur neuesten Version: https://www.website-optimieren.ch/wcag-2-2-wichtige-funktionen
Design für Inklusion: Layout, Farbe, Typografie, Komponenten
Barrierefreies Design ist kein Zusatz, sondern Basis. Gute Sichtbarkeit, einfache Bedienbarkeit und klare Struktur helfen allen.
Kurzantwort: Wähle Kontraste sorgfältig, setze auf skalierbare Typografie, teste Komponenten.
Farben und Kontraste
- Normale Texte: min. 4.5:1.
- Große Texte (≥ 18 pt oder ≥ 14 pt bold): min. 3:1.
- Interaktive Elemente: Fokus- und Hover-Zustände mit sichtbarem Kontrast.
- Keine Farbe allein: kennzeichne Zustände zusätzlich mit Icons oder Text.
Typografie und Lesbarkeit
- Schriftgrößen in rem oder em, nicht in px, damit die Skalierung klappt.
- Zeilenlänge: ca. 60–75 Zeichen.
- Zeilenhöhe: 1.4–1.6 für normale Texte.
Interaktive Elemente und Hit Areas
- Touch-Targets: mind. 44×44 px.
- Abstände zwischen Elementen für Fehlertoleranz.
- Eindeutige Zustände: `default`, `hover`, `focus`, `active`, `disabled`.
Responsive und mobile Besonderheiten
- Viewport und flexibles Grid nutzen.
- Medienabfragen mit Fokus auf Kontrast, Lesbarkeit und Bedienbarkeit.
- Kein horizontales Scrollen bei 320 px Breite.
Designsystem & Komponentenbibliothek
- Gemeinsame Komponenten für Buttons, Forms, Modals.
- Accessibility-Definitionen je Komponente: welche Rollen, Labels und Fokusreihenfolge?
Interne Verlinkung
- Webdesign Accessibility – Umsetzung im CI/CD-Workflow: https://www.website-optimieren.ch/webdesign-accessibility
- Barrierefreie Webanwendungen – technisches SEO – A11y und technische Sauberkeit: https://www.website-optimieren.ch/barrierefreie-webanwendungen-technisches-seo
Inhalte barrierefrei gestalten
Inhalte sind das Herzstück. Klare Sprache, strukturierte Überschriften und Medienalternativen sind Pflicht.
Kurzantwort: Schreibe klar, strukturiert, und biete Medienalternativen.
Barrierefreie Navigation und Breadcrumbs
- Semantische HTML-Struktur: `
- Breadcrumbs helfen bei Orientierung und für Sprachausgabe.
- Konsistente Menüs, klare Flyout-Logik.
Strukturierte Texte und Überschriften
- Korrekte Hierarchie: `
` bis `
` in logischer Reihenfolge.
- Kurze Sätze, aktive Verben, verständliche Begriffe.
- Liste und Paging für große Inhalte (Paginiere Inhalte sinnvoll).
Medien-Alternativen
- Alt-Texte für Bilder.
- Untertitel und Transkripte für Video/Audio.
- Audiodeskription bei komplexen visuellen Inhalten.
Linktexte und CTAs
- Sprechende Linktexte: “Barrierefreie Webseiten – Leitfaden für KMU”.
- Keine generischen Anker wie “hier” oder “mehr”.
Interne Verlinkung
- Barrierefreie Webseiten – Anwendungsbeispiele und Vorlagen: https://www.website-optimieren.ch/barrierefreie-webseiten
- WCAG Guidelines – Inhaltsregeln in der Praxis: https://www.website-optimieren.ch/wcag-guidelines
Technische Umsetzung: HTML, CSS, JS, Frameworks
Semantik zuerst. HTML ist der Grundstein, CSS und JS bauen darauf auf. Teste mit echten Hilfsmitteln.
Kurzantwort: Nutze semantisches HTML, prüfe Tastaturbedienung und Fokus.
Semantisches HTML: Warum es zählt
- `
`, ` `, ` ` für Struktur. - `
- `
Tastaturbedienbarkeit
- Interaktive Elemente mit `Tab`, `Enter`, `Escape` erreichbar.
- Fokusreihenfolge logisch und vorhersagbar.
- `aria-hidden="true"` sparsam einsetzen.
Focus-Management
- Sichtbare Fokusindikatoren (z.B. Outline mit starkem Kontrast).
- Fokus in Modals korrekt einschränken.
- Fokus nach Interaktion wieder dorthin zurückgeben, wo es Sinn macht.
Formulare & Fehlermeldungen
- Korrekte `
- Pflichtfelder, Fehlermeldungen mit klarer Sprache.
- Kein nur visueller Hinweis (z.B. Sternchen) ohne Textalternative.
ARIA im Detail
- `role`, `aria-label`, `aria-expanded`, `aria-controls`.
- Prüfe, ob ein natives Element reicht, bevor du ARIA nutzt.
Interne Verlinkung
- Barrierefreie Webanwendungen – technisches SEO – ARIA-Use-Cases: https://www.website-optimieren.ch/barrierefreie-webanwendungen-technisches-seo
- WCAG 2.2 – Wichtige Funktionen – technische Details: https://www.website-optimieren.ch/wcag-2-2-wichtige-funktionen
Tests und Qualitätssicherung
Kombiniere automatisierte und manuelle Tests. Führe Regression-Checks durch, teste regelmäßig und beziehe Nutzer ein.
Kurzantwort: Plane wiederkehrende Auditzyklen und Nutzerfeedback ein.
Manuelle Tests: Tastatur & Screenreader
1) Tastaturtests
- Tab durch alle interaktiven Elemente.
- Enter/Space aktiviert Buttons.
- Escape schließt Modals.
- NVDA: “NVDA+Space”, “H” für Überschriften, “F” für Formularelemente.
- VoiceOver: “Control+Option+Rechtspfeil”.
- JAWS: “Insert+F7” für Struktur.
- Kontrast prüfen (sowohl im Light- als auch im Dark-Mode).
- Labels, Hilfetexte, Fehlermeldungen klar?
- Medien-Alternativen vorhanden?
Automatisierte Scans und Integration
- Lighthouse Accessibility-Score regelmäßig prüfen.
- axe DevTools in CI/CD integrieren (Build bricht bei Fehlern ab).
- Pa11y für kontinuierliche Scans nutzen.
Nutzerfeedback und Barrierefreiheits-Statement
1) Barrierefreiheits-Statement
- Stand des Audits, Kontaktmöglichkeit, geplante Maßnahmen.
- Verweis auf Standards (WCAG 2.2 AA).
- E‑Mail oder Formular für Hinweise.
- SLA definieren (z.B. innerhalb 10 Arbeitstagen antworten).
Interne Verlinkung
- Barrierefreie Webseiten – Vorlagen für Statements: https://www.website-optimieren.ch/barrierefreie-webseiten
- WCAG Guidelines – Test-Checklisten: https://www.website-optimieren.ch/wcag-guidelines
Typische Fehler & Quick-Fixes
Viele Probleme lassen sich schnell lösen. Fokussiere auf Effizienz und klare Wirkung.
Kurzantwort: Start mit Hoch-Impact-Sofortmaßnahmen.
Fehlerkatalog: Top 10
1. Fehlende Alt-Texte für wichtige Bilder.
2. Niedrige Kontraste bei Buttons und Texten.
3. Kaum sichtbare Fokusindikatoren.
4. Tastaturbedienung nicht vollständig.
5. Links nur mit Farbe unterscheidbar.
6. Videos ohne Untertitel/Transkript.
7. Unlogische Überschriftenstruktur.
8. Formulare ohne Labels oder klare Fehlermeldungen.
9. Modals ohne Fokusmanagement.
10. Externe Inhalte (iFrames) ohne zugängliche Alternative.
30‑Tage‑Plan
- Woche 1: Alt-Texte, Kontraste, Fokusindikatoren.
- Woche 2: Tastaturtests, Labels, Fehlermeldungen.
- Woche 3: Video/Audio-Alternativen, Überschriftenlogik.
- Woche 4: Modals, iFrames, Code-Qualität, Statement.
Quick-Fix-Liste für Nicht-Tech
- Schreib- und Designteams: kurze Sätze, klare Labels.
- Marketing: sprechende Linktexte, bessere CTAs.
- Vertrieb: Formularfehler mit hilfreichem Text.
- Support: Accessibility-Statement aktualisieren.
Performance, SEO & Generative Suche
Performante Seiten verbessern Accessibility und Rankings. Strukturierte Daten helfen KI-Assistenten.
Kurzantwort: Achte auf Core Web Vitals, saubere Meta-Daten, und FAQ/HowTo.
Barrierefreiheit wirkt auf SEO
- Semantisches HTML wird von Suchmaschinen besser verstanden.
- Klare Überschriftenstruktur (`
`–`
`) erleichtert Indexierung.
- Alternativtexte für Bilder unterstützen Bild-Suchergebnisse.
Generative Engine Optimization (GEO)
- Gib klare Antworten früh in Absätzen.
- Nutze Listen, Zusammenfassungen, definitionstiefe Passagen.
- Formuliere Ja/Nein-Aussagen klar (z.B. “Ja, WCAG 2.2 AA ist für öffentlich zugängliche Seiten empfohlen.”).
Interne Verlinkung
- Barrierefreie Webanwendungen – technisches SEO – Performance + A11y: https://www.website-optimieren.ch/barrierefreie-webanwendungen-technisches-seo
Schweiz-spezifische Themen: Recht, Branchen, Kommunikation
In der Schweiz sind Inklusion und digitale Souveränität zentrale Ziele. E‑Government, KMU und DACH-spezifische Kultur prägen Umsetzung.
Kurzantwort: Halte dich an BehiG/BVID, nutze CH-nahe Richtlinien, kommuniziere auf Deutsch, Französisch und Italienisch.
Rechtlicher Rahmen in der CH
- BehiG fördert Gleichstellung.
- BVID konkretisiert Anforderungen für IT.
- Öffentliche Seiten sollten WCAG 2.2 AA erfüllen.
Sprachen und Regionalität
- Deutsch, Französisch, Italienisch, je nach Zielgruppe.
- Regionale Bezüge (z.B. Kantons-Websites) berücksichtigen.
E‑Government & Non-Profit
- Kantone und Gemeinden: strikte Richtlinien.
- Non-Profit: Fokus auf verständliche Inhalte und Medienalternativen.
Interne Verlinkung
- WCAG 2.2 – Wichtige Funktionen – Update für die Schweiz: https://www.website-optimieren.ch/wcag-2-2-wichtige-funktionen
- WCAG Guidelines – Übersetzung für DACH-Teams: https://www.website-optimieren.ch/wcag-guidelines
Branchen-Checklist (Beispiele)
- E‑Commerce: barrierearme Checkout-Prozesse, klare Fehlertexte.
- Gesundheit: einfache Sprache, Datenschutz-Transparenz.
- Tourismus: Medienalternativen für visuelle Angebote.
- Behörden: konsistente Navigation, mehrsprachige Inhalte.
- Bildung: Untertitel/Transkripte für Lehrvideos.
Praxisbeispiele und Anwendungsfälle (als nummerierte Listen)
1) E‑Commerce: Produktsuche mit Barrierefreiheit
- Stichwort: Barrierefreie Webseiten – Umsetzung in Shop-Checkout.
- Beispiel aus KMU in der Schweiz: Labels, Fehlermeldungen, Alt-Texte für Produktbilder, sichtbare Fokusindikatoren.
- Stichwort: WCAG Guidelines – Kantonsportale.
- Beispiel: klarer Navigationsbaum, mehrsprachige Inhalte, Untertitel für Erklärvideos.
- Stichwort: Barrierefreie Webanwendungen – technisches SEO – Kursplattform.
- Beispiel: Transkripte, Kapitelmarken, Tastaturbedienbarkeit für Übungen.
- Stichwort: Webdesign Accessibility.
- Beispiel: spenden-komponenten mit barrierefreien Buttons, sprechende CTAs, Kontraste.
- Stichwort: WCAG 2.2 – Wichtige Funktionen.
- Beispiel: klare Überschriften, kurze Absätze, Kontaktformular mit verständlichen Fehlermeldungen.
Praxis-Playbook: Umsetzungsschritte
Arbeite mit klaren Sprints, baue ein Team auf, steuere Risiken.
Kurzantwort: Plane, setze um, teste, aktualisiere, dokumentiere.
Schritt-für-Schritt-Plan (HowTo-Liste)
1) Audit: manuell + automatisiert, WCAG 2.2 AA.
2) Roadmap: Prioritäten-Matrix und Zeiten definieren.
3) Design: Farben, Typografie, Komponenten, Zustände.
4) Entwicklung: semantisches HTML, Tastatur, Fokus.
5) Inhalte: strukturierte Texte, Medienalternativen.
6) Tests: Lighthouse, axe, Screenreader, Tastatur.
7) Release: Barrierefreiheits-Statement veröffentlichen.
8) Monitoring: Regression-Checks, Feedback-Zyklus.
9) Kontinuierliche Verbesserung: regelmäßige Audits.
Rollen & Verantwortlichkeiten
- Projektleitung: Roadmap und Prioritäten.
- UX/UI: Layout, Kontrast, Komponenten.
- Redaktion: Struktur, Sprache, Alt-Texte.
- Frontend: HTML/ARIA, Fokusmanagement.
- QA: manuelle und automatisierte Tests.
- Support: Feedback-Prozess.
KPIs & Erfolgsmessung
- Lighthouse Accessibility-Score ≥ 95.
- Axe-Fehler je Seite < definierter Schwellenwert.
- Anteil Seiten mit Alt-Texten: 100%.
- Fehlerquote in Formularen: rückläufig.
- Nutzerfeedback: Lösungszeit < 10 Tage.
Risiko-Management & Dokumentation
- Versionierung, Regression-Tests, klare Definition of Done.
- Accessibility-Statement aktuell halten.
- Schulungen für Teams – regelmäßig.
Interne Verlinkung
- Barrierefreie Webseiten – Checklisten & Playbooks: https://www.website-optimieren.ch/barrierefreie-webseiten
- WCAG Guidelines – Prozessdefinitionen: https://www.website-optimieren.ch/wcag-guidelines
Fazit: Accessibility als kontinuierlicher Prozess
Accessibility ist ein Prozess, keine Einmalaufgabe. Plane, setze um, teste, aktualisiere.
Kurzantwort: Beginne heute mit Audit und Quick-Fixes – und verbessere dann kontinuierlich.
Erfolgsfaktoren:
- Semantische Struktur, klare Inhalte, Tastaturbedienbarkeit.
- Sichtbare Fokusindikatoren, starke Kontraste, Medienalternativen.
- Regelmäßige Tests, klare Roadmap und Dokumentation.
- Rechtliche Absicherung mit CH-nahen Richtlinien.
Interne Verlinkung (Abschluss)
- Barrierefreie Webseiten – Startpaket und Vorlagen: https://www.website-optimieren.ch/barrierefreie-webseiten
- WCAG 2.2 – Wichtige Funktionen – Updates für 2025: https://www.website-optimieren.ch/wcag-2-2-wichtige-funktionen
FAQ
1) Wie misst du Accessibility objektiv?
Nutze eine Kombination aus automatisierten Tools (Lighthouse, axe, Pa11y) und manuellen Tests (Tastatur, NVDA/VoiceOver, JAWS). Ergänze Nutzerfeedback und ein Barrierefreiheits-Statement.
2) Muss meine Website in der Schweiz WCAG 2.2 AA erfüllen?
Für öffentlich zugängliche Seiten ist WCAG 2.2 AA die anerkannte Zielsetzung. BehiG und BVID setzen den rechtlichen Rahmen, E‑Government und kantonale Richtlinien schärfen Anforderungen.
3) Was kostet ein Accessibility-Audit?
Ein Basisaudit liegt meist bei ein bis zwei Arbeitstagen; komplexe Portale benötigen mehr. Die Kosten variieren je nach Umfang und Tooling. Plane Audits regelmäßig, um Regression zu vermeiden.
4) Wie verbesserst du Inhalte für kognitive Einschränkungen?
Nutze einfache Sprache, klare Überschriften, kurze Sätze und konsistente Navigation. Strukturiere Inhalte mit Listen, gib Fehlerhilfen und vermeide unnötige Komplexität.
5) Was bringt ein Barrierefreiheits-Statement?
Es dokumentiert deine Anstrengungen, den Status und die nächsten Schritte. Es schafft Vertrauen und gibt Nutzenden eine Anlaufstelle für Feedback.
6) Wie gehst du mit alten Seiten um?
Priorisiere nach Impact × Aufwand, starte mit Quick-Fixes, plane einen Migrationspfad zu semantischen Komponenten und prüfe Regression nach jedem Release.
7) Welche Rolle spielt Performance?
Performance beeinflusst die Nutzererfahrung und die Barrierefreiheit (z.B. Screenreader reagieren sensibel auf schlechte Ladezeiten). Verbessere Core Web Vitals, um die Gesamterfahrung zu erhöhen.
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Meta-Description-Vorschlag:
Accessibility für deine Website in der Schweiz: Audit, WCAG 2.2, Design, Umsetzung, Tests, Monitoring –
